Museum Gais

Während mehreren Monaten ist im Jahr 2021 aus der Grafiksammlung Gais ein modernes und attraktives Museum entstanden. Mit der Neueröffnung bietet das Museum Gais nun ein breites Spektrum an Ausstellungsinhalten, Betrachtungsweisen und Kunstsparten und richtet dabei auf verschiedenen Ebenen einen Fokus auf die Ortschaft Gais.

Das Museum ist jeweils sonntags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Andere Besichtigungszeiten sind auf Voranmeldung möglich. Der Eintritt ist frei.

Am Montag, 28. März 2022, wurde der Verein «Museum Gais» gemäss Art. 60 ff ZGB mit Sitz in Gais gegründet. Die Gründerversammlung wählte als Präsidenten Bruno Steingruber, wohnhaft in Altstätten SG, und als Vize-Präsidenten Peter Meier, wohnhaft in Gais.

Kontakt: Verein «Museum Gais»

Geschichte der Ausstellung

Zur Zeit der Molkenkuren, 1749 bis Ende 19. Jahrhundert, kamen viele Kleinmeister ins Dorf. Diese brachten schöne Ansichten vom Ort und seiner Umgebung zu Papier, erstellten davon Kupfer-, Stahl- und Holzstiche, fertigten aber auch einzigartige Aquarelle an und versuchten diese Bilder schliesslich den Kurgästen als Andenken zu verkaufen.

Dadurch wurden Ansichten von Gais in weite Teile unseres Landes, ja sogar nach Europa und Übersee verbreitet. Diese Tatsache führte dazu, dass auch heute noch viele und verschiedene Ortsansichten von Gais und Umgebung im Umlauf sind.

Fitzi-Bilder

Die Federzeichnungen von Johann Ulrich Fitzi (1798-1855) stellen eine einzigartige Sammlung dar. Die Bilder zeigen Gais in über 200 Ortsansichten aus der Zeit von Ende des 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts (Grafiken, Aquarelle, Zeichnungen und Fotos) sowie einigen Gerätschaften.

Das Prunkstück der Ausstellung sind die Panoramen von Johann Ulrich Fitzi. Dieser hat in der Zeit von 1840 bis 1842 für den Ochsenwirt Salomon Heim eine Serie von sieben Teilansichten der Umgebung des Dorfes gezeichnet.

Höhepunkt

Nicht zu übersehen ist ein Buffet in Nussbaum mit Lavaboschrank, über die Ecke mit ihm verbunden, eine Wandkutsche mit dreiteiligem Schranküberbau und mit Türe an der Schmalseite, die zur umwandeten Kammertreppe geführt hat.